Hauptjob und coachen? So bekommst Du beides unter einen Hut!

02. Februar 2016 Von In Coaching Ausbildung Gelesen 1984 mal 0 Kommentar

Bist Du nach Deiner Coachingausbildung auch „heiß" auf coachen? Dann solltest Du auf jeden Fall nicht lange warten und gleich anfangen :-) Vielleicht hast Du schon mit einer Reihe von Probeklienten gearbeitet und bist nach diesen Probecoachings bereit, mit „echten" Klienten zu arbeiten. Wenn da nicht noch Dein „Hauptjob" wäre, der Dich auch ganz schön in Anspruch nimmt. Vielleicht hast Du auch noch Familie, für die Du ebenfalls noch da sein möchtest. Wie und wo kann denn da noch Platz sein für eine Coaching-Tätigkeit?

In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Du neben Deinem Hauptjob den Einstieg in das professionelle Coaching-Business schaffst und Deine work-life balance dabei nicht zu kurz kommt.

Aller Anfang hat ein Ende

Besonders während oder am Ende einer Ausbildung zum Coach ist die Motivation hoch, das Gelernte gleich in die Praxis zu bringen. Dies auch zu Tun macht aus vielerlei Gründen Sinn: Du bist im Thema drin, hast die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und bist motiviert, auch in der praktischen Arbeit positive Erfahrungen zu machen. Wenn da nicht der kleine Mann (oder die kleine Frau) im Ohr wäre und sagen würde: „Oh, ich muss erst noch „die-und-die" Weiterbildung machen, dann kann ich mit professionellem Coaching anfangen." Dieser innere Dialog ist oft ein großer Hemmschuh und steht dem mutigen Anfang im Wege. Daher, einfach mal ignorieren und den ersten Schritt wagen. Nämlich:

Schärfe Dein Profil

Bevor du loslegst solltest Du allerdings wissen, wen Du in Deiner Praxis haben möchtest, also wer Dein Kunde sein soll. Im besten Fall gehörte dieser Schritt bereits zum Coach-Konzept Deiner Coaching-Ausbildung dazu. Eine klare Festlegung zu treffen hilft Dir nämlich, Dein Angebot auf Deine Kundschaft auszurichten und die Lösung eines Problems für Deinen Kunden in den Vordergrund zu stellen. Getreu nach dem Motto: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Übertragen auf Dein neues Business: Dein Internetauftritt, Deine Außendarstellung sollte selbstverständlich für dich stimmig und authentisch sein - Dein Kunde muss sich aber definitiv darin wiederfinden können. Sonst wird es ihn nicht ansprechen. Damit sind wir auch schon bei einem weiteren, oft unterschätzen Punkt:

Zeige Dich

Ein Fehler den viele angehende Coaches machen ist das von Giso Weyand (Marketing-Experte) sehr treffend genannte „Neutralitätsprinzip". „Bloß nichts von mir preisgeben", lautet dabei die Devise. Ein Fehler, den Du aber nicht machen wirst. Zeige her, wer Du bist. Damit ist nicht gemeint, dass Du ellenlang über Deine zig Qualifikationen berichten sollst. Vielmehr solltest Du Deinem Kunden sagen wie Du arbeitest, warum Dir was wichtig ist und wofür Du stehst. Dies schafft vielmehr Vertrauen in Dich und Deine Fähigkeiten als ellenlange und unpersönliche Texte über Kochrezepte und Dinge, Die für Deinen Kunden überhaupt nicht relevant sind(kein Witz, das mit den Kochrezepten habe ich selbst kürzlich auf einer Webseite gelesen). Wie Du sicherlich weißt, werden Geschäfte zwischen Menschen gemacht. Und um diese anzubahnen braucht es Vertrauen. Dazu gehört nicht nur ein ansprechendes Bild oder mehrere Bilder von Dir, sondern auch eine positive und ansprechende Botschaft in dem Sinne, dass Deine Kompetenz gezeigt wird ohne aufdringlich zu wirken. Das kann zum Beispiel durch die Nennung von Empfehlungen oder Referenzen geschehen.

Mache auf Dich aufmerksam

Eine gute Webseite zu haben ist das eine, von Deinem Zielpublikum wahrgenommen zu werden das andere. Daher ist es ratsam, neben Deinem Coaching-Angebot und Deiner Internetseite auch Vorträge zu Deinem Thema zu halten. Nehmen wir mal an, Du hilfst berufstätigen Frauen beim Wiedereinstieg in das Berufsleben nach der Familienzeit. Dazu könntest Du beispielsweise kostenlose Vorträge anbieten zu Themen, die unmittelbar damit in Verbindung stehen. Stell Dir mal vor, Du bist als Frau viele Jahre zu Hause gewesen und hast Dich um den Aufbau und das Wohlergehen Deiner Familie gekümmert. Jetzt sind die Kinder schon groß und Du hast schlichtweg keine Ahnung, wie Du den Wiedereinstieg in das Berufsleben anpacken solltest. Würde Dich ein Vortrag mit dem Thema: „Finde jetzt den Traumjob - Wiedereinstieg nach der Familienzeit" nicht auch ansprechen? Übrigens sind die Volkshochschulen dankbare Ansprechpartner für diese Art von Vortragsthemen. Durch Vorträge in Erscheinung zu treten hilft Dir also ganz gezielt, Deinen Expertenstatus aufzubauen. „Nebenbei" lernt Dein Zielpublikum Dich und Dein Angebot bei einem Vortrag kennen. Vergiss also auch nicht, Dein Angebot am Schluss des Vortrages vorzustellen und entsprechende Flyer oder Karten auszulegen.

Wann soll ich das denn alles machen?

Wenn Du in einem Hauptjob arbeitest macht es Sinn, Deine Ziele bezüglich Deiner Coaching-Tätigkeit zu strukturieren und Prioritäten zu setzen. Das machst Du sicherlich sowieso schon in Deiner Haupttätigkeit. Ohne Planung geht es also nicht. Sinnvoll ist es, dass Du Dein Umfeld (Familie, Lebenspartner) in diese Planung mit einbeziehst und klar machst, dass Du Dir pro Woche eine gewisse Zeit für Dein Coaching-Business reservierst. Das können pro Woche vielleicht 2 - 4 Stunden sein, natürlich auch mehr. Achte aber immer darauf, dass Deine persönliche Balance (Spannung - Entspannung) gewährleistet bleibt. Das heißt nicht, dass es nicht auch mal anstrengend werden darf. Vielleicht bist Du jemand (wie ich zum Beispiel), der unter Stress sehr gute Leistungen erbringt, danach aber auch Zeiten zur Erholung (spazieren gehen, rumgammeln) braucht. Wie Du weißt, wurde Rom nicht an einem Tag erbaut. Dein Coaching-Business braucht sorgfältige Planung und auch Zeit zum Wachsen.

Zu guter Letzt

Verstricke Dich nicht in endloser Planung. Wenn Du Deine „Hausaufgaben" gemacht hast fange an. Ein guter Richtwert das eigene Business zu starten ist erfahrungsgemäß bei 60 - 80 Prozent der Planungen. Ein typischer Anfängerfehler ist, das eigene Konzept ellenlang im Kopf durchzuspielen und vor lauter „Perfektionismus" nicht ins Handeln zu kommen. Wenn Du beginnst, machst Du Erfahrungen und diese sind durch nichts zu ersetzen. Sei auch „gnädig" mit Dir, wenn Du mal nicht alles so hinbekommst wie Du es dir erhofft hast. Gerade mit Familie gibt es oft unvorhergesehenes was dann Priorität hat. Eines kann ich Dir aber versichern: In der Praxis wirst Du Erfahrungen machen, die Du in der „Theorie" niemals für möglich gehalten hättest.

Möchtest Du schon bald mehr erfahren und wissen, wie Du Dein Coaching-Business unwiderstehlich machst? Dann merke Dir schon jetzt den 11. April vor, hier erscheint unser Buch „Jetzt werde ich Coach". Ein Arbeitsbuch mit vielen Tipps und Checklisten für den selbstständig arbeitenden Coach.

 

Gelesen 1984 mal Letzte Änderung am Dienstag, 02 Februar 2016 13:58
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